Sonntag, 20. September 2009

Von Beijing zum Manule nach Shanghai

Ni Hao aus Shanghai,

sitze in Manus Wohnung in Shang Hai. Der Bub ist gerade brav zur Arbeit gegangen, seine private Haushälterin faltet ihm gerade seine Unterhosen und ich sitze da- mit grandiosem Blick auf das Shanghai-Stadion- trinke Kaffee und höre Bob Marley.
China- was für eine positive Überraschung!!! Damit meine ich aber eher Peking als Shanghai. Mit das beste Land und die coolste Stadt in der ich je war. Chinesen- also Beijing-Chinesen sind echt der Hammer. Was ein cooles Volk! Der Chines ansich ist echt ein brutal lässiger Kerl!!!
Doch bevor ich von meinen Erfahrungen berichten will, zunächst mal was fürs Hirn:
"China ist auferstanden", mit diesen Worten rief
Mao Zedong
am 1.Oktober 1949 vom Tor des Himmlischen Friedens - 1952 wurde die versprochene Landreform in Angriff genommen: Hunderten Millionen Bauern wurde Land zugeteilt, das den Grossgrundbesitzern enteignet worden war. Hunderttausende Grossgrundbesitzer wurden vor das Volkstribunal gestellt und meistens zu Tode verurteilt. Tibet wurde durch einen brutalen Feldzug erobert, und auch andere Gebiete zurück erobert.
Ab 1957 landeten hunderttausende Intellektueller in Arbeitslagern. Mao propagierte 1958 den grossen Sprung, der bald in einer Katastrophe endete. 1961 wurden privat Initiativen wieder langsam zugelassen so dass sich die Wirtschaft langsam zu Erholen begann. Doch Mao inszenierte einen weiteren Machtkampf der fatale folgen haben sollte: die Kulturrevolution. Politiker, Intellektuelle und Künstler, aber auch einfache Leute vielen dem Terror zum Opfer. Schätzungen sprechen von 100 Millionen Toten. Erst 1969 flauten die landesweiten Massenkampagnen ab doch die unsinnigen Strukturen blieben. 1976 dann musste auch Mao endgültig das Ruder abgeben. 1978 begannen die Wirtschaftsreformen. Die Parteibürokratie blieb aber bis heute mit der Wirtschaft verbunden. Der Ruf nach Demokratie wurde weiterhin unterdrückt. Am 4. Juni 1987 wurden tausende Demonstranten bei der gewaltsamen Räumung Tian’anmen Platzes getötet. Beim anschliessenden Schauprozess wurden weitere Tausende zu Lagerhaft verurteilt. Es brauchte Jahre bis China seine Isolation nach dem Massaker überwinden konnte. Heute geht es einem grossen Teil der Bevölkerung besser als früher. Politisch bleibt China jedoch eine Diktatur, bei der im Hintergrund immer die Polizei und das Militär.
Mao ist der Volksheld hier!

Ein Fünftel der Menschheit
Heute sind es wohl rund 1.3 Milliarden Menschen die in China leben, mehr als in der USA und in Europa zusammen. Grosse Ausfälle hat es in den Zeiten des „Grossen Sprungs“ zwischen 1952 – 1962 gegeben als schätzungsweise 30 bis 40 Millionen Chinesen verhungert sind, und in der Kulturrevolution von 1966 bis 1969 der nach manchen Schätzungen bis zu 100 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

Keine Kommentare: